Sie sind hier: home - Archiv - Glenn Miller und Hot Dog | Mon, 10-08-2020, 01:56

Glenn Miller und Hot Dog

Frühlingskonzert auf amerikanisch

Glenn Miller, Hot Dogs, Spare Rips, Chicken-Wings und mehr gab es beim mitreißenden Frühlingskonzert der Fischenicher Blau-Weißen – das eine zum Hören und das andere gab es zum Essen. Unter dem Motto „The Spirit of America“ hatte das Blasorchester der Gesellschaft in den großen Saal des Fischenicher Hofes (früher Haus Hülsenbusch) geladen und Melodien von Glenn Miller bis Michael Jackson, von Dixielandweisen bis Countrymusik, von Winnetou-Melodien bis Musicalpotpourris, von My Way als Trompeten-Solo bis zu Filmmelodien von Henry Mancini oder den schönsten amerikanischen Märschen zu einem bunten und abwechslungsreichen Frühlingsstrauß zusammengebunden.

Passend dazu servierte Vereinswirt Herbert Hölzer typisch amerikanische Speisen. Begleitet wurde das begeistert gefeierte Konzert von einer Beamer-Präsentation mit Bildern aus den Vereinigten Staaten sowie Fotos der Konzertreise der Fischenicher 1993 mit Teilnahme an den Steubenparaden in New York und Philadelphia.

Im Mittelpunkt des Abends stand das mächtige sinfonische Werk „Oregon“ des Niederländers Jacob de Haan, einem der populärsten und meistgespielten Blasmusikkomponisten der Gegenwart. Diese besonders erfolgreiche Komposition erzählt die Geschichte von Oregon, einer der nordwestlichen Staaten Amerikas. Anhand einer abenteuerlichen Bahnfahrt über die Northern Pacific Railroad wird der Zuhörer durch die faszinierende Landschaft Oregons mit­genommen sowie ab und zu in die Vergangenheit mit Indianern, Cowboys, Goldgräbern und Planwagen entführt.

Der musikalische Leiter, nach einem Skiunfall zwar noch durch Krücken gehandicapt, führte das Blasorchester sitzend, aber trotzdem gut gelaunt durch den Abend und moderierte selbst. Neben den Märschen „Anchors away“ und „Unter dem Sternenbanner“ gehörten die Werke „Glenn Miller Story forever“, „Winnetou-Melodien“, und besonders das „Original Dixieland-Concerto“ sowie die Musical-Potpourris „My fair Lady“ und die „Selection from Mary Poppins“ zu den Höhepunkten. Aber auch für das Folk-Festival „Hootenanny“, das Posaunen-Solo „Lassus Trombone“, „New York, New York“, “Take me home, country Roads” von John Denver und “Heal the World” von Michael Jackson gab es reichlich Applaus.

Bei den Zugaben glänzte Dietmar Welter mit dem Solo für Trompete und Blasorchester “My Way”. Mit anhaltendem Applaus dankte das begeisterte Publikum dem gut aufgelegten Blasorchester, das auch mit diesem sehr gelungenem Konzert wieder seine musikalische Vielseitigkeit und Qualität bewiesen hatte, und sang beim letzten Musikstück, dem Glückauf-Marsch, lautstark mit. Dieser Marsch basiert auf dem „Steigerlied“ und erinnert an den Braunkohlenbergbau, der hier jahrzehntelang Land und Leute prägte.

Helmut Görtz